Gleich acht Majestäten gekürt

Am Tage der jüngsten Hochzeit im englischen Königshaus wurden in Ilten die Namen neuer Majestäten bekannt gegeben. Das Königsschießen in den einzelnen Abteilungen waren durchgeführt worden. Dazu wurden Pokalsieger geehrt.

Unter den Blasmusik-Klängen der MSG Il-Se, die auf dem Parkplatz vor dem Iltener Schützenhaus aufspielte, fanden sich am Pfingstsonnabend rund 100 Schützinnen, Schützen und Gäste zur Siegerehrung ein. Die sportlichen Leiter des Vereins, Jörg Saffe und Tim Elges, hatten zahlreiche Wettkämpfe angeboten. Nun galt es, Siegerinnen und Sieger zu küren. Zunächst wurde Ortsbürgermeisterin Gisela Neuse als diesjährige Gewinnerin des Ratsschießens ausgerufen. Christine Gombkötö siegte im Wettbewerb um die Kette der Damengymnastik-Abteilung des MTV Ilten. Leif Böker sicherte sich den Lichtpunkt-Pokal und Georg Rieger freute sich über den Jedermann-Pokal. Beim Mannschaftsschießen setzte sich eine Mannschaft namens „A-Team und Tim“ durch. Schließlich wurde verkündet, dass sich das Team der Tanzsport-Abteilung des MTV Ilten den Siegerpokal des Vereineschießens sichern konnte.

Nach einem weiteren Musikstück der MSG Il-Se lüftete der Vereinsvorsitzende Carsten Elges das Geheimnis des Tages und gab die Namen der Majestäten des SV Ilten im Jahre 2018 bekannt:

Zunächst rief er Stefanie Söring und Wolfgang Anzmann als Würdenträger der Bewohnerinnen und Bewohner des Klinikums Wahrendorff aus. Julia Döring „erschoß“ sich den Titel der Volkskönigin. Emmanuel de Rosario wurde Lichtpunkt-König und Emma Ziebert eroberte erneut die Kette der Schülerkönigin. Am Elternhaus von Patrick Fröhlich werden die Schützinnen und Schützen die Scheibe des Jungschützenkönigs „annageln“. Damenkönigin Katrin Böker konnte sogar ihren Titel verteidigen.

Gerade noch rechtzeitig zum Königsschießen erhielt der Verein alle erforderlichen Genehmigungen um nach acht Jahren Pause wieder auf der heimischen Sportanlage für das Schießen auf 50 Meter den Schützenkönig ermitteln zu können. Sieger wurde Detlef Holzkamp und erzielte ohne jemals vorher auf der Anlage trainieren zu können 30 von 30 möglichen Ringen.

Iltens Majestäten 2018 (v.l.n.r.) Detlef Holzkamp, Katrin Böker, Patrick Fröhlich, Emma Ziebert, Julia Döring, Wolfgang Anzmann und Stefanie Söring

 

 

Die Majestäten werden im Verlauf des Festessens beim Schützenfest am 17. Juni geehrt. Karten für das Festessen können bei der Iltener HEM-Tankstelle sowie im Lottoladen an der Hindenburgstrasse und beim Vereinsvorsitzenden Carsten Elges (Bestellung per Mail an tscelges@t-online.de) erworben werden.

 

England gewinnt die Fußball-WM mit Lichtpunkt-Gewehren

Sie werden sich fragen: Wie kann man das jetzt schon wissen? Die Antwort wurde am Himmelfahrtstag in Ilten gegeben. England gewann einen sportlichen Wettkampf im Schützenhaus des Ortes.

Iltens Schützen schauen schon seit Jahren mit Kummer auf die regelmäßigen großen Turniere im Weltfußball: Immer wieder wurde der Verlauf des jährlichen Schützenfestes durch EM- oder WM-Spiele durcheinandergewirbelt. Das Sportereignis sorgte zuletzt gar für einen handfesten Zwist unter den Schützen: Während die einen die Spiele auch während des heimischen Festes verfolgen wollten, vertraten andere den Standpunkt, dass der traditionelle Schützenfestablauf keine Rücksicht auf den Fußball zu nehmen habe.

32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, einige Betreuerinnen und Betreuer des SV Ilten und die Jugendsprecherin des Kreisschützenverbandes Burgdorf Saskia Piel (hintere Reihe, 4. von rechts) traten am Vormittag des „Vatertages“ an, um die Fußball-WM mit Lichtpunkt-Gewehren durchzuführen.

Der Vorstand des Vereins, unterstützt durch den Jugendausschuß des Kreisschützenverbandes Burgdorf, machte aus der Not eine Tugend und schrieb eine Fußball-WM aus, die mit Lichtpunkt-Gewehren ausgetragen wurde. Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 5 bis 55 Jahren traten gegeneinander an. Zunächst wurde jedem der 32 Sportlerinnen und Sportler eine Nation zugelost. Das Traumlos zog Noah Bode aus Eltze: Er durfte als „Deutschland“ starten. Streng nach dem Original-Spielplan fanden dann die Vorrundenspiele statt. Jede 10, die von einem Sportler getroffen wurde, entsprach einem Tor.

Ein „0:0“ gab es in keinem Spiel. Und weil mit Lichtpunkt-Gewehren geschossen wurde, mit denen die Sportlerinnen und Sportler unter 12 Jahren ihre „normalen“ Wettkämpfe austragen, waren die erfahrenen Schützinnen und Schützen auch nicht im Vorteil.

Sportlerinnen und Sportler jeder Altersgruppe konnten im direkten Wettbewerb gegeneinander antreten

Bereits in der Vorrunde schieden neben vielen anderen Nationen „Brasilien“, „Argentinien“ und leider auch „Deutschland“ aus! Anders als beim Turnier in Rußland erhielten jedoch alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Bronzemedaillen.

In den folgenden KO-Runden kam es zu packenden Duellen! Ungewohnt für die Schützinnen und Schützen war, dass die Wettkämpfer von den Fans, die unmittelbar hinter ihnen standen, angefeuert wurden. Fair wurden auch die Treffer der Gegner gefeiert. In einem der Viertelfinals kam es zu einem „Elfmeterschießen“ zwischen Karina Bähre für „Spanien“ und Leif Böker für „Frankreich“: Nachdem in den ersten 10 Schuß beide Sportler jeweils 4x die 10 getroffen hatten, wurden 5 Schüsse – also 5 Elfmeter – geschossen. Hier verschossen die „Teams“ jeweils dreimal. So ging es weiter – Schuß um Schuß. Mit dem 7. Schuß setzte sich schließlich „Frankreich“ durch. Im Halbfinale dann unterlag „Frankreich“ jedoch Timo Schulze-Frieling, der „Tunesien“ repräsentierte. So kam es im Finale zu einer Paarung, die bereits in der Vorrunde einmal ausgespielt worden war: „Tunesien“ und „England“ standen sich gegenüber. Für „England“ hatte sich Finn-Luca Bähre mit starkem Siegeswillen und teils verbissenem Kampf durch die Runden gespielt. Das Finale gewann er mit 6:2 in der regulären Spielzeit und „England“ wurde zum Fußball-Weltmeister im Lichtpunktschießen ausgerufen.

(v.l.n.r.) Timo Schulze-Frieling („Tunesien“) belegte Platz zwei. Nicole Schulze-Frieling („Rußland“) und Leif Böker („Frankreich“) hatten die Halbfinals verloren. Finn-Luca Bähre holte für „England“ den Sieg und damit die Goldmedaille.

Kommentar der Anwesenden: “Hoffentlich passiert das nicht in echt…”